Mein 4.-7. Lebensjahr....ich bezeichne es mal als meine "Kitazeit":

In meiner Entwicklung habe ich natürlich weitere Fortschritte gemacht, wobei mir neben Mama & Papa, meiner Familie und meinem Therapieprogramm, die Kita sehr viel geholfen hat.

Das größte Highlight und der größte Erfolg in dieser Zeit waren, dass ich im 5. Lebensjahr gelernt habe alleine zu Laufen!!!

Das hat sehr viel Übung, Fleiß, Schweiß und Ausdauer gekostet, aber es hat sich gelohnt.
Am 30.05.2011 kam ich Mama und Papa in der Kita ganz alleine entgegengelaufen. Oh man war da was los, das sind so viele Freudentränen geflossen.
Anfangs war alles noch eine etwas wacklige Angelegenheit, aber nach und nach wurde ich immer sicherer und die Strecken immer länger.

      

               

Das Laufen hat mir so viele neue Möglichkeiten eröffnet...endlich konnte ich hinter den anderen hinterherlaufen, tanzen, klettern und vieles mehr. Es gab noch mehr Neues zu entdecken.

Ich bin in eine Integrationskita gegangen. Meine Erzieherinnen waren sehr engagiert und haben mich immer wieder gefordert und gefördert.
Auch die anderen Kinder waren toll, sie hat es nicht gestört, dass ich anders bin als sie, im Gegenteil, sie haben mich alle so akzeptiert wie ich bin und mich unterstützt wo es nur ging.
2012 ging es das erste Mal eine Woche auf Kitafahrt nach Dobbrikow, gemeinsam mit den anderen Kindern. Mama durfte mit dabei sein und sie war total begeistert mich mit den anderen Kindern zu sehen und zu sehen wie viel selbständiger als zu Hause ich doch unter den Kindern bin.
Das war ein Eigentor für mich, denn ab jetzt musste ich natürlich auch zu Hause viel mehr alleine machen.
Zur Kitafahrt 2013 durfte ich alleine mit, hatte aber eine Einzelfallhelferin an meiner Seite und zur Abschlussfahrt 2014 kam Mama dann nochmal mit.

                       

Zu Hause spiele ich viel mit Jona, die ist wie eine Cousine für mich. Mit ihr kann ich herumtoben, spielen, basteln, malen und alles machen was Spaß macht. Wir unternehmen ganz viel zusammen. 2012 wurde ihr Bruder geboren, das war schon spannend, wie meine Tante Rola einen runden Bauch bekommen hat und irgendwann dann der Dave da war.
Der ist natürlich noch ein Baby und ich hoffe, dass er schnell groß wird und ich auch mit ihm spielen kann.
Mit Hermann, dem hund von Tante Rola & Onkel Norman spiele ich auch gerne. Der hat sehr viel Geduld mit mir und nimmt es mir auch nicht übel, wenn ich doch mal etwas zu grob bin.
Tante Rola, ist meine Lieblingstante und ich bin ihr Prinz. Wir sehen uns ganz oft und sie fordert mich immer richtig heraus. Bei ihr muss ich fast alles selber machen, also die Sachen, wo sie weiß, dass ich das schon alleine kann…der kann ich nichts vormachen.
Ich liebe meine Tante Rola und wenn Onkel Norman beruflich unterwegs ist, passe ich auf sie auf, denn schließlich habe ich ja bei ihrer standesamtlichen Hochzeit 2009 auch "Ja" gesagt!!! 

        

                  

           

2011 und 2013 ging es wieder zur Delphintherapie nach Marmaris. Wie auch schon 2009 war Barbara wieder meine Therapeutin. Die ist klasse und ich bin ihr Hase. Es gab natürlich viele Extra-Kuscheleinheiten und so wurde dann mal schnell aus der Delphintherapie die Barbaratherapie.
Ausführliche Berichte und Bilder findet ihr auf den Seiten zur Delphintherapie.

   

Im meinem vierten Lebensjahr sollte ich lernen von meiner geliebten Fortbewegungsart auf dem Po rutschend ins Krabbeln zu kommen. An Gegenständen oder an Händen festhaltend konnte ich sogar schon stehen und gehen.  Da jedoch meine Muskulatur noch nicht kräftig genug war, diese erst noch ausreichend stabilisiert werden musste und auch meine Koordination, mein Gleichgewicht und mein Stand optimieret werden sollten wurde besonders durch meine Physiotherapeutin darauf geachtet, dass ich mehr krabbel. Das hat dann irgendwann auch ganz gut geklappt. Ich schaffte es dann auch vom Vierfüßlerstand in den Kniestand, vom Kniestand mit festhalten in den Stand, mich an Gegenständen alleine hochzuziehen und meinen  Armstütz konnte ich nun koordiniert ausführen. Den brauchte ich natürlich als Schutzfunktion beim Hinfallen und um mich hochzustützen.

          

Um mich auch draußen einigermaßen selbständig fortbewegen zu können hatte ich verschiedene Laufräder mit vier Rädern….kleine Crashs blieben dabei natürlich nicht aus. Es gab aber zum Glück nur ein paar Schrammen. Es ist schon toll, wenn man auch mal ohne große Hilfe die Welt erkunden kann und draußen nicht immer mit dem Buggy chauffiert werden muss…obwohl mir das doch auch ganz gut gefällt.

       

            

Ansonsten bin ich immer noch ein fröhliches, freundliches und zutrauliches kleines Kerlchen,  meistens zumindest.
Ich bin auch sehr neugierig und wissbegierig und habe Spaß daran neue Sachen zu Lernen. An meinen Therapien gefällt mir ganz besonders, dass ich dabei die ungeteilte Aufmerksamkeit bekomme und sich alles um mich dreht.
Ich kann aber auch ein kleiner Trotzkopf sein, wenn ich auf etwas keine Lust mehr habe oder müde bin. Diese Trotzphase ist wohl sogar altersgerecht.
Ich mag es alleine neben anderen Kindern zu spielen und wenn ein Erwachsener bei mir ist, aber wenn sich andere Kinder an mich wenden spiele ich gerne Rollenspiele mit ihnen und mag es wenn diese in mein bevorzugtes Spiel mit einsteigen.
Mir ist schon bewusst, welche Kinder schwächer sind als ich selbst, manchmal versuche ich durch gezielte Aktionen Überlegenheit zu demonstrieren und ich kann ganz schön eifersüchtig werden, wenn ich nicht im Mittelpunkt stehe oder andere Kinder auch mal Aufmerksamkeit bekommen. Naja, es ist ja auch nicht so leicht zu verstehen, dass sich doch nicht alles nur um mich dreht.

Im Bereich Hören und Sprechen ging es auch voran. Mit meinen Horchis komme ich ganz gut  klar. Meine auditive Aufmerksamkeit ist gut, ich nehme fast alle Geräusche in der Umgebung wahr und kann bekannte Geräusche leicht zuordnen. Schwierigkeiten habe ich beim Richtungshören, das ist gar nicht so leicht herauszufinden, aus welcher Richtung die Geräusche kommen.
Ich habe viel Spaß an Musik und Bewegungsspielen und begleite einfache Lieder und Fingerspiele mit rhythmischen Bewegungen. Ich kann auch einzelne, häufig benutzte Wörter nachsprechen bzw. akustisch nachahmen und ein paar einfache Einzelgebärden anwenden.
Mein passiver Wortschatz  ist noch gering, aber hat sich schon stark erweitert. Einfache kurze Aufforderungen und Fragen, bezogen auf die unmittelbare Situation, verstehe ich auch und reagiere darauf, kann aber noch keine entsprechende Antwort geben. Deshalb wurden Bildkarten eingesetzt um meine Kommunikationsmöglichkeiten  zu erweitern und damit ich meine Bedürfnisse besser äußern kann. 
Ich habe ein gutes Gedächtnis bei bekannten Handlungsabläufen, ahme gezielt Erlebtes in Rollenspielen nach, wie z.B. meine Puppe füttern.
Ende 2010 hatte ich viel mehr Kommunikationsbewusstsein und ich konnte ca. 10 Wörter aktiv sprechen und ca. 10-15 Einzelgebärden anwenden, natürlich nur, wenn ich Lust darauf habe.
Ich versuche bewusst meine Wünsche lautsprachlich oder mit Gebärden zu äußern und kann nun mit Ja / Nein oder Kopfbewegung oder mit Gebärden / Lautsprache sinngemäß antworten.

Im fünften Lebensjahr wurde dann ein Talker für mich beantragt um mir eine weitere Kommunikationsmöglichkeit zu geben. Es kann schon manchmal frustrierend sein, wenn man nicht so viele Möglichkeiten hat um sich zu äußern und nicht jeder versteht was ich will.
Mit dem was ich an Wörtern und Gebärden kann und mit meiner Mimik, Gestik und Zeigen kann ich zwar meistens ganz gut äußern was ich will, aber das verstehen hauptsächlich die Leute, die viel mit mir zusammen sind. Andere verstehen oft nicht was ich möchte. Das führt dann zu Missmut und ärgert mich. Ich fühle mich am sichersten, wenn eine Bezugsperson um mich herum ist, ich suche immer wieder Bestätigung durch Blickkontakt mit ihr und sie kann vermitteln, wenn mich jemand nicht versteht.
Leider sieht die Krankenkasse den Talker nicht als notwendig an, sie sind der Meinung ich kann den gar nicht bedienen und verstehe die Abläufe nicht und nehme mir damit die Möglichkeit Sprache zu erlernen.
Man haben die eine Ahnung, gerade da ich viel durch Nachahmen lerne würde mir der Talker beim Erlernen neuer Wörter helfen, aber Mama und Papa kämpfen bis zum bitteren Ende um den Talker.
Nach einem kurzen Kampf hat mir die Krankenkasse zumindest ein Therapiefahrrad genehmigt, womit ich vor allem meine Koordinationsfähigkeit und mein Gleichgewicht verbessern soll. Das ist schon ein cooles Teil. Mama und Papa wollten nie einen Rolli für mich, schon gar nicht, als ich angewfangen habe zu Laufen. Da ich anfangs jedoch noch nicht so weite Strecken laufen konnte und auch noch nicht so viel Ausdauer hatte haben sie einen Rehabuggy für mich beantragt, denn für meinen normalen Buggy war ich mittlerweile zu schwer. Sobald wir den aber dabei gehabt haben wollte ich natürlich nicht so lange Laufen, denn chauffiert werden ist ja viel bequemer. Irgendwann haben Mama und Papa deshalb meinen Buggy kaum noch mitgenommen.

          

Seit März 2011 kann ich einige Schritte frei gehen, aber das ist noch ausbaufähig, laufen an einer Hand oder am Kinderwagen klappt aber schon sehr gut und sicher, auch das Treppenlaufen im Nachstellschritt mit Festhalten und Unterstützung.  Das Laufen habe ich immer weiter verbessert und das ist so toll, auch wenn es manchmal ganz schön anstrengend ist und ich erst kurze Strecken schaffe.

           

               

Meine Fingerfertigkeit ist besser geworden z.B. beim Greifen und Hantieren mit Karten, ich kann kleine Türme bauen, Gegenstände nach Farben sortieren und Formen zuordnen (Dreieck, Rechteck, Kreis).
Ich habe Probleme mit meiner Auge-Hand Koordination, die nutze ich noch nicht ausreichend und meinen Speichelfluss kann ich nicht ausreichend kontrollieren, so dass ich immer ein Tuch um habe.
Beim Ausziehen mache ich  gut alleine mit, beim Anziehen brauche ich aber noch ganz viel Unterstützung.
Ich kann mit dem Löffel allein Essen. Beim Trinken aus einer Tasse brauche ich aber noch Unterstützung, weil ich zu schnell zum Mund kippe und dann alles raus läuft.
Alle sind der Meinung, dass ich enorme Fortschritte in Grobmotorik, Gleichgewicht und Koordination, gemacht habe.
Meine Konzentration und Ausdauer sind auch etwas besser geworden, so dass ich mich schon etwas länger mit einer Sache beschäftigen kann.
Ich habe aber noch Koordinationsprobleme, vor allem bei feinmotorischen Sachen, auch meine Reaktionszeit ist noch verlangsamt, aber verbessert sich.  Ich kann auch meine Kraft nicht richtig dosieren.

               

Seit meinem 6. Lebensjahr, ist das Gehen koordinierter und nicht mehr so unsicher, Probleme habe ich noch wenn ich gleichzeitig mit den Händen arbeite. Mein Gleichgewicht wird aber immer besser, wobei mir neben der Physiotherapie vor allem die Reittherapie hilft.
Ich schaffe es ohne Hilfe vom Sitz in den Stand und laufe immer sicherer und weiter. Auch das Treppen laufen wird besser, was Mama und Papa natürlich viel erleichtert, da sie mich nicht mehr bis in die 3. Etage tragen müssen.

              

Meine taktile Wahrnehmung wurde mit Hilfe der Therapien verbessert, dabei genieße ich vor allem Druck- und Zugreize, ich mag starken Druck auf meinen Körper , starke Reize wie beim Schaukeln und Trampolinspringen und genieße körperliche Zuwendung.
Ich visiere ganz stark Mundbewegung und Mimik meines Gegenübers, und ahme ganz viel nach. Ich mag es nicht, wenn jemand seine Haare im Gesicht hängen hat oder ich ein Gesicht aufgrund einer Maske nicht erkennen kann.

Gesundheitlich bin ich recht fit geworden. Ich habe nicht häufiger Atemwegsinfekte als andere Kinder und hatte schon lange keine schweren Infekte mehr.
Probleme habe ich beim Stuhlgang. Ich brauche jeden Tag ein Abführmittel, damit es klappt. Ein Empfinden für den Toilettengang habe ich nicht. Ich werde zwar immer auf die Toilette gesetzt und ab und an klappt es da auch mit den Geschäften, was dann für viel Freude sorgt, aber ich spüre es nicht von alleine wann ich auf die Toilette muss. Zum Glück bekommen wir ja seit meinem vierten Lebensjahr die Windeln von der Krankenkasse bezahlt.
Ich habe ein unregelmäßiges Schlafverhalten. Ich gehe zwar um 20:00 Uhr ins Bett, bin aber meist schon zwischen 02:00 Uhr und 05:00 Uhr wieder wach. Teilweise kann ich dann wieder einschlafen, aber manchmal bleibe ich einfach wach und spiele. Oft reichen mir 7-8 Std. Schlaf, aus, damit mein Akku wieder aufgeladen ist. Wenn ich nachts wach bin, bin ich natürlich dann tagsüber unausgeschlafen und halte kaum bis Mittag durch. Ich bin auch schon mit dem Kopf auf dem Mittagstisch eingeschlafen. Ich mache dann einen ausgeprägten Mittagsschlaf, so zwischen 1-3 Std. (am Wochenende). Ohne Mittagsschlaf bin ich nachmittags unausstehlich.
Zur Schlafunterstützung bekomme ich nun abends Melantonin, ein natürliches Schlafhormon. Damit schlafe ich etwas länger als ohne und auch etwas ruhiger. Mama und Papa sagen immer, dass ich mich während des Schlafens wie ein Kreisel durch das Bett bewege und wenn ich mal bei ihnen im Bett schlafe hat keiner mehr Platz, außer ich.

Wie ein normales Kind auch, entwickle ich meine eigene Persönlichkeit. Ich weiß ganz genau, wie ich andere um den Finger wickeln und meinen Willen durchsetzen kann. Mit meinem Charme bekomme ich vor allem die Frauen weich.
Mein Lächeln setze ich gezielt ein um schwierigen Aufgaben aus dem Weg zu gehen.
Ich kann natürlich auch sehr missmutig und abwehrend sein, wenn ich was nicht will bzw. meinen Willen nicht bekomme. Mama nennt mich dann immer Rumpelstilzchen, wenn ich vor ihr stehe und mit den Füßen auf den Boden stampfe.
In dieser Phase wollte ich mehr als ein halbes Jahr lang meine Horchis überhaupt nicht tragen. Ich habe zum ersten Mal erlebt, was es heißt etwas selbst bestimmen zu können und meinen Willen wirkungsvoll durchzusetzen. Es konnten sich alle auf den Kopf stellen, ich wollte die Horchis nicht und habe mich mit allen Mitteln dagegen gewehrt, wie rausziehen der Dinger, in Einzelteile zerlegen, weinen und schreien usw. So richtig weiß ich nicht warum ich die Horchis nicht mehr tragen wollte, denn eigentlich helfen sie mir ja alles viel besser zu verstehen. Irgendwann habe ich das dann auch eingesehen und die Horchis wieder angefangen zu tragen.
Ich kommuniziere sehr lebhaft und habe ein reges Interesse an meiner Umgebung und mich mitzuteilen. Nur schade, dass mich nicht jeder so richtig verstehen kann. Mama und Papa müssen dann ganz viel „übersetzen“.
Ich spiele gerne mit anderen Kindern und trete von alleine mit ihnen in Kontakt. Die anderen Kinder, vor allem die in der Kita,  beziehen mich gern in ihr Spiel ein und unterstützen mich.

In meiner Motorik habe ich große Fortschritte gemacht, vor allem in der Fingerfertigkeit beim Greifen und Hantieren mit Karten, einfache Gebärden kann ich mit grober Fingermotorik ausführen, einfach auszuführende Gebärden.
Ich muss aber noch lernen, dass auch schwierige Aufgaben gemeistert werden können und müssen.

2012 sollte ich das erste Mal für die Schule angemeldet werden. Mama und Papa waren zum Glück der Meinung, dass mir ein Jahr länger in der Kita gut tun würde und zum Glück sahen das auch die Ärzte und Pädagogen so und ich wurde von der Einschulung 2013 zurückgestellt – juhu, ein Jahr länger Kita!!!

In 2013, also meinem 7. Lebensjahr, erfolgte dann im Rahmen der Vorbereitung auf die Schule und zur Feststellung meines Förderbedarfes eine ausführliche Einschätzung meiner Entwicklung.
Also ich finde ja, dass ich in den Jahren super voran gekommen bin und auch Mama & Papa und alle um mich herum sind super stolz, wie ich mich entwickelt habe.
Natürlich bin ich nicht auf dem Stand wie alle „normalen“ Kinder um mich herum, aber gerade das macht mich ja so besonders und einzigartig.

Hier mal ein paar Auszüge aus der Einschätzung meiner Entwicklung (Stand Ende 2013):

  • umfangreiche Schwierigkeiten in allen Entwicklungsbereichen
  • Defizite in Koordination und Gleichgewicht, starke Defizite in der Fein- und Grobmotorik
  • stark verzögerter Spracherwerb, aktives Sprachmaterial  ca. 20 Wörter, Äußerungen für Außenstehende nur eingeschränkt verständlich, hohe Sprechfreude, Sprachverständnis gewachsen
  • Treppe hoch  im Wechselschritt, runter im Nachstellschritt, Treppensteigen mit  Festhalten, zum Teil ohne weitere Hilfe, fängt an zu klettern, kann aber Gefahren,  Abstände, Höhen / Tiefen nicht einschätzen (gestörte Tiefensensibilität)
  •  Fähigkeiten der Auge-Hand-Koordination gering ausgeprägt
  •  selbständig mit Löffel essen möglich, Trinken aus Tasse möglich
  •  kann Kraft wenig einschätzen und dosieren, daher anderen ggü., mitunter sehr   grobmotorisch, weiß aber was „Ei“ und „Au“ ist
  •  kann in Einzelsituationen Farben zuordnen, große Kugeln auffädeln, Materialien in  Gefäße füllen
  •  Lernfortschritte hauptsächlich in Einzelsituationen, da leicht durch seine Umwelt  ablenkbar
  •  versteht einfache Anforderungen und erfüllt diese, alltägliche Aufgaben kann er mit  Begleitung erfüllen
  •  Lautäußerungen, wenige Gebärden, Umsetzung der Gebärden motorisch schwierig,  Bildkarten, einzelne Wörter, viele Fortschritte in Kommunikation und Motorik
  •  geringes Nähe-Distanz Verhältnis
  •  erkennt Streitsituationen (mag diese nicht), erkennt wer zusammengehört, verkuppelt  gerne, z.T. schadenfroh, Lächeln und Charmant sein als Vermeidungsstrategien bei  Anforderungen
  • interagiert aus eigenem Antrieb, nimmt Kontakt zu anderen Kindern auf, spielt gerne Rollenspiele mit
  • hilft gerne anderen, ist aber selbst eher Hilfeempfänger
  • stereotyper Spielcharakter (Bücher anschauen, kleine Rollenspiele, Puppen / Kuscheltiere)
  • löst Konflikte meist gewaltfrei, benötigt Unterstützung bei Konfliktlösung
  • äußert Wünsche meist nonverbal (z.B. durch Hinführen)
  • „Nein“-Sagen -> Trotzreaktion
  • Selbstkontrolle -> agiert bedürfnisorientiert (was er möchte)
  • geringe Konzentration
  • nimmt eigene Gefühle in groben Kategorien war und äußert diese
  • nimmt Unsicherheiten bei sich wahr, kann seine Fähigkeiten nur wenig einschätzen, braucht Bezugsperson in seiner Nähe
  • kann ritualisierte Aufgabenstellungen bearbeiten, setzt einfache Anweisungen um, orientiert sich an anderen Kindern und imitiert diese
  • benötigt klare Grenzen und Strukturen, Rituale und Routinen geben ihm Halt und ermöglichen Eigenständigkeit
  • kann sich im Rahmen täglicher Routinen gut orientieren und vollzieht teilweise Abläufe eigenständig (Hände waschen u. abtrocknen, Jacke holen…)
  • kein Zählen, kein Mengenverständnis
  • Farben und Formen visuell unterscheiden möglich, kann Situationen, Gegenstände , Bilder / Fotos lesen und zuordnen, Kritzelphase
  • Lernbereitschaft und Motivation im freien Spiel hoch
  • Ausdauer und Konzentrationsbereitschaft stark interessenbedingt
  • Strukturierung und klare Verhaltensregeln notwendig um Anforderungen zu bewältigen
  • kein Vollendungsstreben bei Aufgabenerfüllung
  • hohe nonverbale Kommunikationsbereitschaft, kann seine Bedürfnisse im lebenspraktischen Bereich mimisch/ gestisch, vereinzelt mit Gebärden, Bildkarten, vereinzelt Sprache zum Ausdruck bringen
  • lautiert stark,  z.T. Wortlänge / Wortmelodie nachlautieren, Sprache eher verwaschen, Wörter nachahmen, einzelne Laute können gebildet werden, passiver Wortschatz deutlich größer als aktiver, gutes situatives Sprachverständnis im Bereich alltäglicher Dinge, aber nicht altersangemessen, unterscheidet Geräusche und Töne, kann diese zuordnen
  • kann bei Liedern Gesangfolgen mit Lautfolgen wiedergeben
  • kann sich bei bekannten Handlungen verbale Handlungsanweisungen merken
  • Gleichgewicht beim freien Laufen in Ordnung, Laufen längere Strecken mit viel Motivation und Zusprache, Hürden und balancieren mit Unsicherheit und Hilfe, Freude an Bewegung, klettern auf verschieden Gegenstände
  • stereotype Bewegung mit Händen vor Gesicht herumgreifen, schnelles Hand öffnen und schließen -> bei  Freude, Aufregung, bei  neuen Situationen, beim Fernsehen, Veranstaltungen/ Aufführungen, Bücher anschauen, beim verarbeiten von Eindrücken
  • für längere Wegstrecken / Ausflüge leichter Rehabuggy, aber wenn dabei Motivation zum Laufen schlechter, Rollstuhl nicht gewünscht von Mama und Papa
  • Bewegungen verlangsamt und nicht harmonisch (unkoordiniert)
  • Bewegungsunsicherheiten, hypotone Muskulatur, keine komplexen Bewegungsabläufe (laufen und dabei was aufheben etc.)
  • keine beidseitige Benutzung der Hände (z.B. Essen mit Messer und Gabel)
  • Gefühlsausdruck meist positiv / freundlich
  • Raumwahrnehmung noch schwierig (oben/unten, vor/hinter, rechts/links usw.)
  • Toilettengänge mit Unterstützung, pullert auf Toilette, kann aber noch nicht anzeigen wenn er muss -> Inkontinenzmaterial notwendig
  • Ausziehen teilweise selbständig, am schnellsten Socken :-), Anziehen mit mehr Hilfe
  • Nahrung muss vorbereitet werden (Stulle schmieren, schneiden etc.)
  • in bekannten Räumen gute Orientierung, in unbekannten Räumen orientierungslos
  • Probleme im Bereich der Grob- und Feinmotorik im Zusammenhang mit verzögerter motorischer Entwicklung, Höchstmaß an motorischer Assistenz, Unterstützung in alltäglichen Lebensverrichtungen, aufgrund fehlender Feinmotorik kein knöpfen etc. möglich
  • Beeinträchtigungen im Bereich Hören und Motorik ursächlich für Einschränkungen im Bereich Kommunikation und Kognition (begreifen der Umwelt, Erwerb Lautsprache), verfolgen von aktivem Spracherwerb in Verbindung mit unterstützenden Kommunikationsformen (Gebärden, Bilder, Talker 2011 beantragt -> abgelehnt, Sozialgericht)
  • Ernährung unkompliziert, isst alles, täglich reichlich Stuhlgang, Obstipation -> täglich Movicol notwendig, gelegentlich Einlauf
  • noch kein harmonisches Gangbild, selbständiges Treppensteigen, klettern auf höhere Gegenstände, unsicher auf mobilen Unterlagen (außer Trampolin)
  • wenig Ausdauer- und Kooperationsbereitschaft bei Üben der Fein- und Sensomotorik, da erhebliche Defizite, mag nur das gerne, was er wirklich kann
  • stets aufgeschlossen und freundlich, begrüßt alle mit „Hallo“
  • starkes Imitationsverhalten, Übertragung auf sprachliche Imitation, Monologe mit lautsprachlichen Ansätzen von verständlichen Wörtern, einfache Gebärden, gutes Frageverständnis
  • Führen von Bewegungen wehrt Leon ab (mag nicht fremdbestimmt sein), lässt sich gut über Klatsch- und Rhythmusspiele lenken, kann alle Körpeerteile zeigen, schaukelt super gern, Trampolin springen mit großer Freude
  • immer mehr verständliche Wörter 
  • Leon ist in den Therapien immer hochmotiviert, versucht alle Übungen zu bewältigen und fordert dafür Lob & Anerkennung ein

Diese Einschätzung meiner Entwicklung durch die Fachleute zeigt eine komplexe Mehrfachbehinderung und einen sehr hohen Förderbedarf, insbesondere in den Bereichen Hören und Sprache, körperlich-motorische Entwicklung und geistige Entwicklung.

Da mit diesem komplexen Behinderungsbild eine Schule gefunden werden musste, die alle Förderbereiche optimal abdecken kann hatten sich Mama und Papa schon zeitig dafür entschieden, dass ich in die Oberlinschule in Potsdam eingeschult werden soll.
Die Oberlinschule verfügt über alle Fachkompetenzen unter einem Dach, genau das Richtige um meinem komplexen Förderbedarf gerecht zu werden und zur professionellen Unterstützung aller Förderbereiche. 

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