So ihr Lieben, 

wie versprochen folgt jetzt erstmal unser Bericht von meiner

1. Delphintherapie vom 12.07.-26.07.08 im ONMEGA-Delphintherapiezentrum Marmaris!!!

Das Delphintherapiezentrum dort ist sehr schön: es gibt eine Plattform direkt im Meer für 3 Delphine

(2 sind nur für Therapien und einer mehr für die Touristen, man kann dort Delphinbesichtigungen undDelphinschwimmen buchen, ein Teil von dem Erlös kommt dann Familien zugute, die sich selber die Therapie nicht leisten können, aber dafür ist nur der eine Delphin da, die Therapiedelphine sind nicht für die Besucher)

Alle sind sehr nett dort, haben sehr viel Ahnung von dem was sie tun und sind sehr kompetent. Ich war ja eigentlich ein Ausnahmekind, da normalerweise erst Kinder ab 2 Jahren genommen werden, aber alle waren total begeistert von mir, vorallem wie schön ich bei den Therapien mitgemacht habe!!!

Wir waren vorher noch nie in der Türkei, aber Marmaris ist von der Landschaft ringsherum ein wunderschöner Ort. Der Ort selber ist eben Touristenort, Hotel an Hotel... Man befindet sich in einer Bucht, ringsherum hohe Berge, vor einem das Meer, so richtige große Sandstrände gibt es nicht, da unser Hotel so in die Berge reingebaut war wurde auch der Strand dem angepasst und große Stege mit Liegen ins Wasser reingebaut. Für uns kleinen Kinder nicht so optimal, da es wenig Sand zum Spielen am Strand gab. Das Wasser war superklar, man konnte ca 10m tief schauen.
Wetter war vom ersten bis zum letzten Tag spitzenmäßig, nur Sonne 35-40° und ein angenehmer Wind.

 Die Temperaturen waren eher auszuhalten als die trockene Hitze hier in Deutschland! Mit unserem Hotel waren wir auch zufrieden, Essen war top, Lage nicht direkt im Zentrum, aber eben direkt am Meer.

Also alles super Voraussetzungen für einen guten Start in die Delphintherapie!

Beim Flug war Mama sehr aufgeregt, ob ich das auch alles gut verkrafte, aber ich bin geflogen, als wenn ich noch nie was anderes gemacht habe! 

     

  

                                                   

Den ersten Tag war noch keine Therapie, so hatten wir Zeit in Ruhe anzukommen und alles zu erkunden.

Am nächsten Tag war dann im Delphinzentrum das Einführungsgespräch mit den Therapeuten, es waren alles deutsche Therapeuten, so dass es Mama und Papa mit der Verständigung keine Probleme hatten.

Wir wurden in alles eingewiesen, mein Entwicklungsverlauf wurde analysiert und sie haben sich mich nochmal genau angeschaut um sich ein Bild von mir zu machen!

Abends waren wir dann noch in Marmaris unterwegs und mit Schrecken stellten Mama und Papa nach einiger Zeit mit das mir ein Hörgerät fehlte! Papa hat dann nochmal alles abgesucht, aber erfolglos.Ich kleiner Schlawiner hatte es mir mal wieder rausgezogen und einfach weggeworfen ohne das Mama undPapa es gleich gemerkt haben. Also hatte ich ab dem Tag nur noch ein Hörgerät! 

                                             

           

                                   


Am Montag war dann Therapiebeginn: morgens um 9 Uhr Physiotherapie ( ich wurde Cranio sacral behandelt) und nachmittags war dann Delphintherapie. Physio war super, ich ließ viel zu so dass Birgit, die Therapeutin, gut mit mir arbeiten konnte. Sie stellte Spannungen im HWS-Bereich C0/C1 fest, sehr viel Spannungen im Mundbereich wegen des hohen Gaumen und somit Schwierigkeiten beim Sprechen lernen, da ich bestimmte Töne mit dem Mund aufgrund der Spannungen nicht formen kann und mein Kreuzbein ist noch zu steil gestellt, so dass ich noch nicht ausreichend in die Hüftbeugung komme und die Beinchen noch nicht soweit hoch bekomme, diese Sachen wurden dann in den nächsten Therapien von Birgit hauptsächlich behandelt.

                     

Die erste Delphintherapie lief anders als Mama und Papa erwartet hatten, mein Neoprenanzug ließ ich mir noch ohne weiteres anziehen, ging mit Veronica, der Therapeutin, mit auf die Plattform, aber als dann "Frosia" mein Delphin kam zeigte ich zum ersten Mal Angst und fing bitterlich an zu weinen. Frosia war ja auch ganz schön groß!!! 
Das kannten Mama und Papa ja überhaupt nicht von mir, das ich auch mal Angst zeigen kann, also auch eine neue Erfahrung für uns alle!

Nach ca 15 min hatte ich mich aber beruhigt und berührte zusammen mit der Therapeutin den Delphin und durfte die letzten Minuten sogar schon mit ins Wasser, was bei der ersten Behandlung eher selten ist. Die Therapeutin war zufrieden, sie sagte es sei normal, das die Kinder erstmal so reagieren beim ersten Kontakt und das ich gut war!

                                                       

          

                                                   

Am nächsten Tag sah alles schon ganz anders aus, ich weinte nur noch als es ins Wasser ging, 25° sind ja auch erstmal frisch, trotz Neoprenanzug!!!
Zuerst ging es erstmal darum den Kontakt zwischen dem Delphin und mir auf der Plattform herzustellen, ich durfte Frosia anfassen, erst traute ich mich immer nur zusammen mit der Therapeutin, dann durfte ich mit den Füßen fühlen, zusehen wie Frosia mit Ringen spielte und ihr diese von der Nase abnehmen, die Ringe mit ins Wasser werfen und von Frosia holen lassen... und dann ging es die zweite Hälfte der Therapiestunde mit ins Wasser, ich bekam eine kleine Schwimmweste an und sah nun aus wie son kleines Michelinmännchen, im Wasser ging es dann auch darum den Kontakt herzustellen, zu schauen wo der Delphin ist und ich wurde zusammen mit Veronica von Frosia durchs Wasser geschoben und durfte mich mit festhalten an ihrer Flosse und ziehen lassen!
Wow, das macht vielleicht Spaß!!!

Jeden Tag hatte ich mehr Spaß mit Frosia, am 3.Tag rief ich sie sogar schon als ich auf der Plattform war. Langsam traute ich mich auch immer mehr Frosia alleine anzufassen, am liebsten machte ich "wischiwaschi" auf ihrem Bauch oder Rücken und spielte mit ihren Flossen, Frosia machte super mit und ließ sich alles von mir gefallen! Der Delphintrainer war natürlich immer mit dabei. Die Therapeutin versuchte immer wieder andere Ausgangspositionen, so dass ich mal im Vierfüßlerstand, mal im Kniestand mal im Sitz mit Frosia spielen durfte und mich mehr und mehr abstützen mußte, am liebsten stützte ich mich auf den Delphin.
Mama und Papa durften bei jeder Therapie mit dabei sein und fanden es toll 
zu sehen wie ich den Delphin immer besser wahrnahm, als erstes klappte es auf der Plattform, ich schaute ganz aufmerksam was sie macht und wohin sie schwamm, im Wasser nahm ich Frosia am Anfang erst wahr wenn sie kurz vor mir war, vorher war es uninteressant was da im Wasser schwamm und es gab ja auch noch anderes Interessantes zu entdecken :-)

An manchen Tagen wurde ich ganz ruhig wenn ich Frosia berührte und an anderen Tagen war ich wieder total aufgedreht und wollte mit ihr toben, Delphintrainer durfte ich ab und an auch spielen und mit helfen!

Sogar Mama und Papa durften meine Frosia anfassen und mit ihr schwimmen und Mama war auch einmal mit mir auf dem Pferd! Es wurden also alle mit in die Therapie eingebunden. Auch die anderen Therapien liefen super, Birgit zeigte Mama und Papa noch einige Sachen für zu Hause, Haltetechniken, Positionen um den Stütz weiter auszubauen, Mundstimulation.

3x fuhren wir mit zur Hippotherapie (anstelle von Cranio). Mir gefielen die großen Pferde super, vor denen hatte ich auch gar keine Angst und der Therapeut,der mit mir auf dem Pferd turnte war ganz erfreut wie gut mir das gefiel.

Also mit dem Therapieprpgramm und den 
Therapeuten waren wir alle rundherum zufrieden!

                                                         

              

                                    


 Große Wunder kann man in den 2 Wochen natürlich nicht erwarten, aber "kleine" Sachen sieht man schon. z.B. steckte ich beim Reiten Ringe auf eine Pyramide (habe ich vorher noch nie gemacht, höchstens mal abgenommen), die Therapeutin meinte es sieht aus als wenn ich das schon lange kann, so gezielt habe ich das gemacht.
Mein Armstütz geht jetzt viel besser, ich bleibe jetzt schonmal länger auf dem Bauch und stützt mich viel höher als vorher, ich übe fleißig den Vierfüßlerstand mit Mama´s Unterstützung, ich brauche z.B. immer ihr Bein unter dem Oberkörper, aus der Position versuche ich mich dann auch schon hinzusetzen, was zunehmend besser klappt, beim Hochkommen aus der Seitlage in den Sitz kann ich mich schon mehr und mehr selber hochstemmen, noch brauche ich aber überall ein bischen Hilfe, aber es wird!!! Sitzen tue ich wie eine Eins, stütze mich dabei ab und an vorne ab und halte super mein Gleichgewicht!

                                                 

                   

                                                

Also wir sind rundherum zufrieden mit der Therapie und mit dem was sich uns bis jetzt gezeigt hat,

denn das ist schon ganz viel, und die Therapeuten meinten ich profitiert ca ein Jahr lang von der Therapie,

aber jetzt muß ich ja erstmal alle Eindrücke verarbeiten! Auch unsere Krankengymnastin zu Hause war begeistert wie

toll ich jetzt stütze und die Frühförderung war ganz erstaunt das ich so aufmerksam geworden bin und mich auch mal eine

ganze Weile mit einer Sache beschäftigen kann und nicht nach 5 min schon wieder was neues haben will! Ausserdem bin ich

nicht mehr so unkoordiniert in meinen Bewegungen und so hippelig und "grob" sondern ich bin jetzt viel feinfühliger

geworden und mache auch ganz lieb ei!

Auf jeden Fall wollen wir in den nächsten 1-2 Jahren nocheinmal eine Delphintherapie machen, denn das hat mir

super gefallen! 


So, also wie gesagt, wir alle sind rundherum zufrieden und warten mal ab was sich noch so verbessert,

eine gute Grundlage für meine klassischen Therapien ist ja nun wieder geschaffen!

                                          

                  

                                   


Es war echt schade das die 2 Wochen so schnell rum waren, große Ausflüge konnten wir natürlich nicht machen, da wir ja morgens und nachmittags Therapie hatten, so blieben nur der Strand und die Orte in der näheren Umgebung, aber wir hatten viel Zeit zum Ausspannen, Mama und Papa hatten gaaaaanz viel Zeit für mich, 14 Tage - 24h am Tag, wir hatten ganz viel Spaß zusammen, aber manchmal können sie schon ein bischen anstrengend werden!!!

Den einen Samstag, wo therapiefrei war, haben wir einen Ausflug mit dem Tauchboot gemacht, so konnte Papa ein paar mal tauchen gehen und den letzten Tag haben sich Mama und Papa dann mal ein richtiges Türkisch Bad gegönnt!

                               

Zu Hause waren alle begeistert, auch die, die vorher kritisch waren ob so eine Therapie überhaupt etwas bringt...ich hatte mich verändert, ich konnte Gefühle zeigen, konnte bewusst "Ei" machen und habe auch in den Monaten nach der ersten Delphintherapie weitere Fortschritte in meiner gesamten Entwicklung gemacht. 
  

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