Hilfreiche und notwendige Therapien / Förderungen:

Krankengymnastik nach Bobath:

Das Konzept beruht auf der Annahme der „Umorganisationsfähigkeit“ des Gehirns und auf dem Verständnis für die Entwicklungs- u. Neurophysiologie.Kinder mit angeborenen Bewegungsstörungen werden „nach Bobath“ behandelt.Funktionen können durch Vernetzung und Intensivierung anderer Hirnbereiche erlangt werden. Hierzu werden Bewegungssequenzen durch ständiges Wiederholen "eingeschliffen". Das heißt, es werden intakte Verbindungen zwischen den Nervenfasern rekrutiert, so dass neuronale Funktionsverbände aufgebaut werden, um die motorische Funktion herzustellen. Ziel der Therapie ist es also senso-motorische Funktionen, wie das Drehen, Stützen, Sitzen, Krabbeln, Laufen...anzubahnen.

Natürlich gibt es auch andere erfolgreiche krankengymnastische Konzepte.

Gymnastik im Wasser:

Das Bewegungsbad ist eine Behandlungsmethode der Hydrotherapie.Hierbei werden die Auftriebskraft, der Reibungswiderstand und die Temperatur in Kombination mit der Unterwassermassage genutzt.Das Medium Wasser bietet ein großes Reiz-Reaktions-Repertoire, es beantwortet die menschliche Bewegung mit Eigenbewegung, strömen, spritzen, schäumen, heben und senken, drehen und ermöglicht dreidimensionale Beweglichkeit.Im Wasser verändern sich die Körper- und Sinneseindrücke.Positive Auswirkungen: stärkt Herz, Kreislauf, Gehirn, Nervensystem, Bewegung und Stützapparat, stärkt die Resistenz gegen Infektionen, führt zu besserer Regulation der Schlaf und Wachphasen, stärkt die Atmung des Kindes, fördert Selbstvertrauen und Motivation und steigert die Konzentration

Diese Therapie benötige ich derzeit nicht mehr, aber eine kleine Wasserratte bin ich trotzdem!!!
Bereits in der Kita habe ich einen Schwimmkurs gemacht und erhalte außerdem in der Schule Schwimmunterricht. Mittlerweile fühle ich mich mit Schwimmhilfe (Schwimmgürtel) auch im tiefen Wasser sehr sicher und mache die ersten Schwimmzüge.

Frühförderung:

Die Frühförderung findet aufgrund des Integrationsstatus in der Kita statt.

Im Vordergrund stehen heilpädagogische Hilfen, wie die Entwicklungsförderung, die z.B. durch geeignete und in der Regel sehr spielerische Methoden Anreize gibt. Ziel: Verbesserung der Wahrnehmungs-u.Koordinationsfähigkeit sowie der Grob-u.Feinmotorik

sinnesspezifische Frühförderung:

Bei der sinnesspezifischen Frühförderung hörgeschädigter Kinder wird dem besonderen Förderbedarf dieser Kinder durch fachspezifische heilpädagogische Beratung und Förderung Rechnung getragen. Die vorrangige Aufgabe besteht darin, die individuelle Entwicklung der betroffenen Kinder zu fördern und zu begleiten in enger Zusammenarbeit mit Angehörigen und Bezugspersonen. Ziel ist es, dem Kind zu ermöglichen, die eigenen Entwicklungsressourcen v.a. in den Bereichen Wahrnehmung und Kommunikation durch die sinnesspezifische Frühförderung bestmöglich auszunutzen und so die Auswirkungen der Sinnesschädigung so gering wie möglich zu halten.

Therapie nach Castillo Morales:

Ein umfassendes, neurophysiologisch orientiertes Therapiekonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen sensomotorischen und orofazialen Störungen. Das Konzept beinhaltet die Förderung der sensorischen und motorischen Fähigkeiten (Neuromotorische Entwicklungstherapie) mit einem orofazialen Behandlungsschwerpunkt (Orofaziale Regulationstherapie)

Logopädie und CI- Anpassung: (CI = Cochlea Implantat)

Sprach-u.Hörtraining zur sprachlichen Entwicklungsförderung und funktionalen Anpassung des CI an die Hörreaktionen 

Hör- und Sprachtraining:

Ziel der Hör- und Sprachtherapie ist es, Fähigkeiten im Sozial- und Kommunikationsverhalten, Hören und Sprachverständnis, Lautsprache, Artikulation, Wortschatz und Grammatik, Stimme und Redefluss sowie Mundmotorik anzubahnen und in den schulischen und häuslichen Alltag zu übertragen.
Dazu dient u.U. auch die unterstützte Kommunikation mit elektronischen Hilfsmitteln, Symbolsysteme, Gebärden,die Versorgung mit Hörgeräten / CI...also alles, was hilft die Kommunikationsfähigkeit und somit das Sozialverhalten und Selbstbewusstsein zu verbessern.  

Musiktherapie:

Bei der Musiktherapie wird im Rahmen der therapeutischen Beziehung gezielt Musik eingesetzt zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit.
Aufgrund der Hörschädigung steht hierbei die Schulung der Höraufmerksamkeit und Kommunikationsfähigkeit sowie die soziale und emotionale Entwicklung im Vordergrund.

Ergotherapie:

Schwierigkeiten auf ihrer Aktivitäts- und Handlungsebene. Die Ergotherapie behandelt Probleme auf der Aktivitäts- und Handlungsebene.
Therapieziele sind z.B. die Verbesserung konkreter lebenspraktischer Alltagsfunktionen, wie beim Schreiben/Malen, beim Essen, beim An-/Ausziehen, beim Toilettengang, Entwicklung und Verbesserung von Funktionen wie Feinmotorik, Auge-Hand-Koordination, Wahrnehmungsstörungen, Stärkung der Persönlichkeit in der Selbständigkeit, in der Eigenwahrnehmung, im Selbstbewusstsein sowie sozialer Verhaltensweisen und emotionaler Fähigkeiten

Osteopathie: (Alternativtherapie)

Die Osteopathie ist eine manuelle Form der Medizin. Sie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen. Dazu nutzt sie eigene Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden. Die Osteopathie nimmt jeden Patienten als Individuum wahr und behandelt ihn in seiner Gesamtheit. Sie ist deshalb auch eine ganzheitliche Form der Medizin.

Cranio-Sacrale-Therapie (Alternativtherapie):

Die Cranio-Sacrale Therapie hat sich aus der Osteopathie entwickelt. Sie basiert auf der Arbeit mit dem craniosacralen Rhythmus, der sich im feinen Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zeigt. Diese Flüssigkeit nährt, bewegt und schützt unser Nervensystem – vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum) und ist überall tastbar. Durch die Therapie wird die Qualität der rhythmischen Bewegungen unterstützt und harmonisiert und dadurch Verspannungen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen gelöst; das Immunsystem gestärkt und die Vitalfunktionen stabilisiert.

Hippotherapie: (Alternativtherapie)

Die Hippotherapie ist eine physiotherapeutische Einzelbehandlung auf neurophysiologischer Grundlage mit und auf dem Pferd. Sie stellt eine wertvolle Ergänzung neurophysiologischer/krankengymnastischer Behandlungen dar.

Die Kosten der Alternativtherapien werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

Intensivtherapiewoche:

Seit dem Sommer 2015 fahren wir regelmäßig nach Baiersbronn ins Therapiezentrum Gabriele IVEN und machen dort eine Woche lang intensive und komplexe Bewegungs- und Sprachtherapie nach dem Padovan-Konzept, welches auf der Grundlage der neurofunktionellen Reintegration beruht.
Pro Tag finden in dieser Woche 3 Behandlungen statt (Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie) bei denen Bewgungsübungen, Übungen zur Verbesserung der Mundmotorik und gezielte Sprachförderung auf dem Programm stehen.

Seit meiner Kita-Zeit finden einige der Therapien tagsüber in der Kita bzw. nun in der Schule statt, wodurch uns abends viel mehr Freizeit bleibt.
Außerdem habe ich nach einem langen Tag auch keine Lust mehr auf Therapie und will dann einfach nur noch Chillen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.
 

Zur Förderung meiner sozialen Beziehungen sind wir bis Ende 2007 einmal die Woche zur Krabbelgruppe gegangen, von Januar 2008 bis August 2009 wurde ich, da Mama wieder arbeiten musste, tagsüber von einer Tagesmutti, zusammen mit 3-4 anderen Kindern betreut.

Von September 2009 bis August 2014 bin ich in eine Integrations - Kita gegangen, wo ich optimal betreut und gefördert worde.
Seit August 2014 gehe ich in eine Förderschule für körper- und geistig behinderte, hörsehbehinderte und taubblinde Kinder.
Es ist eine tolle Ganztagsschule mit intensiver sonderpädagogischer Förderung und Betreuung.
Nach der Schule und in den Ferien werde ich dann noch zusammen mit anderen Kindern in der Lebenshilfe bei uns im Ort betreut, bis Mama oder Papa Feierabend haben und mich abholen kommen.

 

 

 

 

 

 

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