+++Nicht behindert zu sein, ist wahrlich kein Verdienst sondern ein Geschenk
das jedem von uns jederzeit genommen werden kann+++ Richard von Weizsäcker

Ich heiße Leon Paul, habe das Emanuel-Syndrom
und freue mich über Euren Besuch auf meiner ganz besonderen Website!!!
Hier erfahrt Ihr eine Menge interessanter Sachen über mich, meine Behinderung & meine Family!

Meine Mama Christine (geb. 1979), mein Papa Matthias (geb. 1980) und ich, der Leon Paul wohnen alle 3 in Blankenfelde-Mahlow (Landkreis Teltow-Fläming), am Stadtrand von Berlin.
Ich habe als kleiner Weihnachtsengel am 26.12.06 um 01.50 Uhr im St.Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof das Licht der Welt erblickt. Bei meiner Geburt war ich 50cm groß und 2520g schwer und mein Kopfumfang lag bei 31cm.
Wie sich einige Zeit später herausstellte bin ich mit einem Chromosomendefekt auf die Welt gekommen. Diese unbalancierte Translokation 11;22 ist mittlerweile auch bekannt unter dem Namen Emanuel-Syndrom.
Aufgrund dieses Chromosomendefektes und der damit verbundenen schweren globalen Entwicklungsstörung, geistigen Behinderung und Hör- und Sprachstörung bin ich zu 100% schwerbehindert.
Ich habe mich entsprechend meiner Möglichkeiten entwickelt.
Anfangs hatte niemand daran geglaubt, dass ich irgendwann mal alleine Laufen kann, aber durch viel Förderung, Antriebskraft und Ausdauer habe ich es geschafft und im Alter von vier Jahren meine ersten Schritte alleine gemacht.
Ich liebe Tiere, vor allem Pferde, Hunde und Katzen, mein Lieblingselement ist das Wasser. Ich mag Shows, Musik & Tanz, Zirkus und die Welt von Disney und spiele auch selbst gerne Theater, liebe Kuscheltiere, Handpuppen und Babypuppen um die ich mich sehr gut kümmere und ich liebe meine ganze Familie, die mich mein ganzes Leben schon unterstützt, fördert, umsorgt, verwöhnt, erzieht und immer für mich da ist.
Ich habe bisher bereits so viele schöne Sachen erleben dürfen, tolle Reisen, meist verbunden mit einer Therapiewoche, haben wir gemacht, ich habe viele tolle Leute kennengelernt die mich durch mein Leben begleiten bzw. mich ein Stück auf meinem Weg durchs Leben begleitet haben. Ich hatte eine wunderschöne Zeit in der Kita "Regenbogen" in Ludwigsfelde und gehe auf die beste Schule, die ich mir vorstellen kann, die Oberlinschule in Potsdam.
Mittlerweile bin ich ein junger Mann, ich bin erwachsen und Mama & Papa sagen, dass die Pubertät die herausforderndste Zeit mit mir ist.
Was soll ich sagen, es ist halt nicht immer leicht zu verstehen, was da im Körper und Kopf passiert, wenn die Hormone verrückt spielen. Da müssen alle durch, auch ich und natürlich meine Familie.
Meine Entwicklung ging etwas langsamer voran, aber ich habe immer wieder was dazu gelernt.Motorisch habe ich vor allem im feinmotorischen Bereich starke Defizite. Ich lerne deutlich langsamer als andere Kinder und benötige bei allem was ich mache Unterstützung.
Sprachlich habe ich einen Wortschatz von etwa 30 Wörtern, die ich sprechen kann und einige Gebärden, die ich verwende um mich verständlich zu machen und meine Bedürfnisse mitzuteilen. Ich habe auch einen Talker und mache viel über Mimik und Gestik. Ich habe auch ein sehr gutes Gespür und merke, wenn es jemandem mal nicht so gut geht und eine Kuscheleinheit gebraucht wird.
Manchmal bin ich aber auch etwas faul und sehr bequem. Was für mich zu anstrengend ist mag ich nicht und dann kann ich auch ein Sturkopf sein.
Wir wissen alle, dass ich mein ganzes Leben lang auf Begleitung und Unterstützung angewiesen sein werde, aber das ist vollkommen ok und ich liebe es mich verwöhnen zu lassen und Leute um mich herum zu haben.
„Es ist normal, verschieden zu sein“
Richard von Weizsäcker


